Prospekte
Testberichte
Versionen
Preise
Farben
Werbung
 

Der Renault 30 war der erste Renault mit 6-Zylinder-Motor nach dem 2. Weltkrieg und gleichzeitig, bis in die frühen 1980er Jahre, das einzige 6-Zylinder Auto mit Frontantrieb - ein wahrer Pionier im europäischen Automobilbau.
Der Hubraum des V6-Motors betrug 2.664 cm³. Zunächst nur als TS angeboten, war er mit Servolenkung, elektrischen Fensterhebern vorne und elektromagnetischer Zentralverriegelung für die vier Türen ausgestattet. Das Formkonzept und einige Details -so konnte man die hintere Sitzbank verschieben- adaptierte er aus dem Renault 16. Sein variabler Kofferraum konnte auf bis zu 1.550 Liter Volumen erweitert werden (bei zwei Außenspiegeln). Damit hatte er eindeutig Kombi-Qualitäten und kann mit Fug und Recht als einer der Wegbereiter der später so beliebten „Lifestyle-Kombis" bezeichnet werden.
Als „Wagen für viel fahrende Manager und Unternehmer" bezeichnete Renault ihn in der deutschen Pressemappe. Der Renault 30 war für Leute gedacht, die sich nicht im Mercedes oder BMW fortbewegen wollten, ohne auf die Annehmlichkeiten zu verzichten, die von dieser Zielgruppe erwartet wurde.
Sein Motor war gleich mit zwei Vergasern bestückt. Einem Einstufen- sowie einem Zweistufen-Fallstromvergaser. So sollte der Benzinverbrauch in Grenzen gehalten werden. Im normalem Betrieb (z.B. Stadtverkehr) war nur der kleine Vergaser im Einsatz. Benötigte man Leistung, dann wurde der zweite, durch Unterdruck gesteuerte, aktiviert. Allerdings konnte das den Benzindurst im Spitzenbereich auf bis zu 27 Litern treiben. Dieses komplexe System wurde ein Jahr später durch einen Doppelfallstrom-Registervergaser ersetzt, denn das Synchronisieren der beiden Vergaser erwies sich als sehr aufwendig.
Ab Herbst 1978, zum Modelljahr 1979, bot Renault das Modell „TX" an, ebenfalls mit dem 2,7 Liter V6-Motor und einer K-Jetronic Einspritzanlage von Bosch ausgestattet. Der TX besaß serienmäßig ein 5-Gang, der TS hingegen immer nur ein 4-Gang Schaltgetriebe. Für beide gab es wahlweise ein 3-stufiges Automatik-Getriebe. Merkwürdig, dass Renault den 30 TS auch niemals wahlweise mit einem 5-Gang-Getriebe angeboten hat, obwohl der 16 TX eines besaß und schließlich jahrelang parallel angeboten wurde. Tja, die R16-Fahrer kamen nie in den Genuss einer Servolenkung, und die R30-Fahrer mussten bis 1979 auf ein 5-Gang-Getriebe verzichten. Das soll einer verstehen.
Im August 1979 (Modelljahr 1980) begann bei Renault das Dieselzeitalter. Zuerst nur im Renault 20 und auch nur für die französische Kundschaft, ab 1981 dann eine TurboDiesel Variante, der 30 TurboD; ab 1982 auch als 20 TurboD. Auf der Basis des 4-Zylinder 2.068 cm³ Dieselmotors erreichte man mittels Turbolader 85 PS. Und es war erneut eine Pioniertat im internationalen Automobilbau: Der Renault 30 TurboD war der erste PKW mit Turbolader und Ladeluftkühlung weltweit (auch bekannt unter der Bezeichnung „Intercooler"), ebenfalls serienmäßig mit einem 5-Gang Getriebe ausgestattet.

Prospekte
Testberichte
Versionen
Preise
Farben
Werbung
 

<< zurück zur Auswahl
zur STARTseite